DIARY-LIVE aus dem BLOCK:BAU [13]

Ein anstrengender Tag bei der Arbeit und da will man nur mehr nach Hause. Versteht sich!
Dann stehe ich ENDLICH unten vor der Aufzugstür, behängt mit Lebensmitteleinkäufen, Waschpulver, Arbeitsunterlagen – mein Gewicht erscheint wie Federgewicht im Moment einer absoluten Überforderungsgefahr – und der Aufzug kommt nicht. Kaputt? Nein, das wird doch immer recht schnell repariert. Zieht jemand hier um? Nicht das ich wüßte! Versunken in Gedanken und vor mich hinträumend geht plötzlich die Aufzugstür auf!
Zuerst empfängt mich eine riesige, ich meine wirklich riesige, Parfumwolke. Dann einige Sekunden lang gefühlstechnisch nichts, als die Geruchsspur und dann – jaaa! Da ist sie schon! Die junge Nachbarin von oben! So jung, dass sie den Umgang mit ihrer Weiblichkeit noch nicht gelernt hat. Schwarze Stiefel, dunkle Jacke und ein beerenroter Schal lassen ihre schwarzen Haare noch mehr zur Geltung kommen. Und ich überlege, ob dabei die Eifersucht aus mir spricht, denn schliesslich merkt man die vielen Stunden, die sie im Badezimmer verbrachte und ich selbst schaue noch immer wie Aschenputtl aus – behängt mit soviel Lebensmitteln, dass ich mich frage, ob wir die überhaupt alle aufessen werden. Man kauft of zu viel ein. Dann isst man nicht einmal alles auf, und dann passt am Ende die Hose auch nicht. Zumindest freut sich der Hund, und der hat einen schliesslich auch lieb, wenn die Hose geplatzt ist!

by Monika Kanokova

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